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Wohlfühlfernsehen von früher™

Donnerstag, 23. Juli 2009 21:27 Sehen Maegz Kommentare (4)

Mittlerweile klappt es ja: Viele 80er-Jahre Fernsehserien gibt es schon auf DVD. Um Mittdreißigern die Erinnerungen ihrer Jugend teuer zu verkaufen werden Rechtefragen geklärt, alte Bänder hervorgekramt und wie beim Puzzle einzelne verschollen geglaubte Einzelfolgen zu Staffeln verpackt.

simon_and_simon Auch ich nenne mittlerweile eine stolze Sammlung alter 80er-Serien mein eigen: Ein Colt für alle Fälle, Tom & Jerry, Hart aber herzlich, Dr. Snuggles, die Märchenbraut, Magnum PI, Trio mit 4 Fäusten, Duck Tales… Zu meinem Glück fehlt mir jetzt noch Captain Future (derzeit zu astronomischem Kurs gehandelt), Remington Steele auf Deutsch, die Gummibärenbande und die dreibeinigen Herrscher. Immerhin eine schmerzliche Lücke wird ab 11. September endlich geschlossen: Simon & Simon erscheint auf DVD!

Im Moment schwebt mir vor, dass ich es wie in meiner Kindheit handhabe: Alles zu seiner Zeit. Montags gibts Colt Seavers, Dienstags Magnum, am Mittwoch Trio mit 4 Fäusten und Donnerstags Simon & Simon. Duck Tales hebe ich mir für Samstag auf. Fehlt mir nur noch der Freitag und der Sonntag. Irgendeiner eine Idee?

Wenn ich einmal Kinder habe, werde ich das genauso handhaben. Auf keinen Fall bekommen die den Schrott zu sehen, der heute überall läuft. Bis dahin habe ich alle meine DVDs auf einem Medienserver hinter dem Fernseher und dann gibts Fernsehprogramm mit gutem Stoff aus den 80ern: Keine MTV-Stakkato-Schnitte, kein Leichen sezieren, keine komplexen Handlungen. Einfache, gute alte Fernsehkost. Natürlich kommt einem das heute evtl. etwas dröge vor, wenn man Trio mit 4 Fäusten direkt mit CSI Miami oder 24 vergleicht. Aber dafür kann man ersteres wenigstens auch Kinder schauen lassen. Mir hats schließlich auch nicht geschadet :-)

Tags für diesen Artikel: 80er, Colt Seavers, DVD, Fernsehen, Magnum, Serien, Simon& Simon, TV

Abschied nehmen vom Kuchenbäcker

Mittwoch, 11. März 2009 07:53 Sehen Maegz Kommentare (2)

Seltsamerweise habe ich in den letzten Monaten über manche Themen – die absolut mehr als nur erwähnenswert waren – keine Zeile geschrieben. Aber heute verdrücke ich schon eine kleine Träne. Die für mich wahrscheinlich beste Serie der letzten zwei Jahrzehnte geht zu Ende: Die Geschichte vom Kuchenbäcker – Pushing Daisies.

Ein halbes Jahr habe ich jetzt mitgefiebert und jede Folge gesehen. Viele waren es ja nicht, denn Pushing Daisies wurde nach nur zwei Staffeln vom produzierenden US-Sender ABC eingestellt. Aber der Reihe nach...

Pushing Daisies handelt vom Kuchenbäcker Ned (Lee Pace), der schon als Kind feststellt, dass er eine besondere Gabe besitzt: Er kann Tote wieder zum Leben erwecken, wenn er sie mit dem Finger berührt. Es gibt nur zwei Regeln, die daran geknüpft sind: 1. Lässt er etwas Totes länger als 60 Sekunden am Leben, muss etwas anderes in der Umgebung sterben. 2. Berührt er es noch einmal stirbt es – endgültig. Ned wächst heran, wird Kuchenbäcker und arbeitet mit einem Detektiv zusammen, der mitbekommen, dass Ned diese außergewöhnliche Gabe besitzt. Richtig kompliziert wird es erst, als Ned seine Jugendliebe Chuck (Anna Friel) zum Leben erweckt und am Leben lässt. Und damit nehmen viele Ereignisse ihren Lauf...

Was morbide klingt, wird durch zuckersüße Kulissen und Effekte wieder entschärft. Barry Sonnenfeld hat der Serie einen Look verpasst, der absolut modern ist, aber immer wieder an die 50er erinnert. Die liebevoll erzählte Geschichte von Bryan Fuller tut ihr übriges, damit man die Charaktere, so schrullig sie auch sein mögen (Chucks Tanten), ins Herz schließt. Sogar die Nebenrollen sind einfach großartig besetzt und die Synchronisation im Deutschen ist perfekt. Erzähler Norbert Langer (die meisten kennen ihn als die Stimme von Magnum - Tom Selleck) könnte ich stundenlang zuhören. Aber auch Tilo Schmitz, der Privatdetektiv Emerson Cod spricht (fantastisch gespielt von Chi McBride) passt wie kein Zweiter zu seiner Rolle. A propos Nebendarsteller: Einen besonderen Platz in meinem Herzen hat Olive eingenommen die von der in den USA sehr bekannten Musical-Darstellerin/Sängerin Kristin Chenoweth gespielt wird. Ihre viel zu seltenen Gesangseinlagen sind derart entzückend, dass ich gleich ihr Album mit Weihnachtsliedern besorgen musste.

Vielleicht ist es komisch, wenn ich mich von einer Serie, die sich ständig ums Abschiednehmen in Form des Todes dreht, nicht lösen mag. Aber neben all den Anwalts- und Ermittlerserien ist Pushing Daisies einfach ein wirklich herausragendes TV-Highlight gewesen. Mehr Leichen als CSI aber liebevoller erzählt als "Unsere kleine Farm". Die erste Staffel gibt es bereits auf DVD (Soundtrack ebenfalls) und wer Pushing Daisies noch nicht kennt und jetzt nachholen möchte: Ich wär gleich noch mal dabei!

Heute Abend großes (Staffel)Finale mit einer Doppelfolge ab 21:15 auf Pro7

PS: Es gibt immer wieder Gerüchte, Auto Bryan Fuller möchte die Serie als Comic fortführen oder einen Kinofilm draus machen. Hoffentlich stimmt das (vor allem der Film!)...

Tags für diesen Artikel: chi mcbride, fernsehen, kristin chenoweth, kuchenbäcker, pushing daisies, serie, tv

The Green Mile

Sonntag, 8. Februar 2009 01:22 Sehen Maegz Kommentar (1)

Ich bin immer noch total überwältigt von "The Green Mile". Natürlich ist der für die meisten nicht sooo neu. Aber ich kannte ihn eben noch nicht. Seit mittlerweile zwei oder drei Jahren steht er schon in meinem DVD-Schrank, aber ich habe ihn damals nur gekauft, weil er günstig war ich und nur Positives darüber gehört habe. Aber es ist eben auch ein sehr spezieller Film und dann auch noch drei Stunden lang. Meistens bin ich dafür nicht in Stimmung. Aber heute Abend als Strohwitwer habe ich mir das mal gegönnt. Nebenbei noch ein Brot gebacken und Milchreis gekocht und dann ab aufs Sofa. Und jetzt stelle ich im Abspann fest, dass der Roman von Stephen King ist. Vielleicht schreibt der Herr ja doch nicht nur Horrorgeschichten, sondern auch nach meinem Geschmack? Emotional ganz großes Kino, finde ich zumindest.

Natürlich war aber auch die filmische Umsetzung einfach deluxe: Tom Hanks ist ja ein sicherer Posten aber total überrascht hat mich David Morse in seiner Rolle als "Brutal" weil ich ihn sonst immer nur als Fiesling kenne (12 Monkeys, The Rock). Aber richtig überzeugt hat mich Michael Clarke Duncan, von dem ich nicht erwartet hätte, dass er so gut spielen kann.

Ach ja, und wenn ich mir jemals noch mal einen Nager zulege, dann wird er Mr. Jingles heißen, soviel ist schon mal klar!

Tags für diesen Artikel: DVD, Film, Kino, Maegz allein zu Haus, Maus, The Green Mile

Fernsehprogramm Software - aber welche?

Samstag, 18. Oktober 2008 15:01 Sehen Maegz Kommentare (5)

Beim Fernsehen muss man sehr genau auswählen, womit man seine Zeit verbringt – es kommt einfach zu viel Müll. Also ist man am besten mit einer Fernsehzeitschrift beraten. Wobei mir das Konzept von auf meinem Wohnzimmertisch hingammelndem Altpapier so gar nicht gefällt. Außerdem haben die äußerst üppig retuschierten Damen auf den Tittelseiten immer so wenig an. Das ist moralisch fragwürdig und hat so wenig mit dem Fernsehprogramm zu tun. Nachdem ich mehrere Internetseiten mit Online Fernsehprogrammen durchsucht habe, bin ich schließlich bei drei netten kleinen Programmen gelandet, die mir das aktuelle Programm samt Empfehlungen übersichtlich auch offline auf den Monitor zaubern soll. Na denn...

Der Clickfinder von TV Movie ist ein Programm, welches als Unterbau vermutlich den Internet Explorer benutzt. Irgendwie fühlt sich das ganze (obwohl es installiert wird) an, als ob man einen Internet-Browser bedient. Die Bedienung ist insgesamt nicht sehr intuitiv, man fragt sich manchmal, wie man da wieder hingekommen ist; außerdem wirkt die Schrift in der Basisversion irgendwie zu klein. In der kostenlosen Grundversion sind ARD und ZDF sowie die wichtigsten Privaten an Bord. Möchte man mehr Kanäle sehen muss man 12,99 Euro im Jahr bezahlen, dann stehen insgesamt 138 Kanäle zur Auswahl. Positiv ist, dass das Programm auch in der Basisversion schon Shoview-Codes anzeigt.

Mein zweiter Kandidat, der TV Browser, ist die einzige Freeware im Test. Das Open Source-Programm ist, glaube ich, komplett in JAVA programmiert, läuft aber trotzdem recht flott. Die Oberfläche wirkt sehr aufgeräumt, wirkt von Windows vertraut und hat sogar hübsche Icons zu bieten, die man austauschen kann (ich weiß, Spielkind...). Man erhält zum Nulltarif über 500 Fernseh- und Radiokanäle, manche Sendungen haben sogar Showview-Codes, aber die sind nicht immer zuverlässig, weil sie nicht "offiziell" von Gemstar sind, sondern nach einem mathematischen Algorithmus "nachberechnet" wurde. Sehr schön ist, dass man sich mit gedrückter Maustaste (im Gegensatz zum Clickfinder) durch das Programm schieben und ziehen kann. Man kommt damit sehr schnell und intuitiv zum gewünschten Kanal und zur gewünschten Zeit. Durch die Tatsache, dass das Programm kostenlos ist, steht allerdings auch keine Redaktion dahinter, die Fernseh-Tipps irgendwie aufbereitet und an einer Stelle zusammenfasst. Lediglich einzelne Sendungen haben kleine Markierungen zur User-Bewertung aus dem Internet. Alles in allem aber eine saubere Lösung; in Anbetracht der Tatsache, dass es mit dem TV Browser das Programm von 500 Kanäle gratis gibt, kann man wirklich nicht meckern. Fast wäre es das auch gewesen, hätte ich nicht...

... TV Genial gefunden. Als werbefinanzierte Freeware kannte ich das schon von früher. Mittlerweile stellt Hörzu die Inhalte und "richtige" Showview-Codes zur Verfügung. Man bekommt redaktionelle Empfehlungen, viele Informationen zu Filmen (während diese beim Clickfinder gerne auch mal veraltet sind) und eine sehr übersichtliche Oberfläche. Wenn ich auch zugeben muss, dass das Design bestimmt keinen Schönheitspreis gewinnen wird. Aber es funktioniert auf Anhieb, überall versteckt sich hinter den Klicks auch das, was man vermutet. Sehr schön die Navigation mit gedrückter Maustaste (Schieben und ziehen durchs ganze Programm), die sogar noch etwas eleganter funktioniert als beim TV Browser: Das Programm schwingt immer noch ein bißchen nach (wie beim iPhone), anschubsen genügt also. Man kann Farbeschemen, Spaltenbreiten und Schriftgrößen anpassen und auch sonst das Programm nach eigenen Vorlieben einstellen (inkl. der Sendersortierung). Einziges Manko: In der kostenlosen Variante kann man nur öffentlich-rechtliche Anbieter anschauen. Genre-Vorlieben, Showview und alle ca. 180 Haupt- und Spartenkanäle werden in der Plus-Version 15,- Euro und in der Premium-Version 20,- Euro pro Jahr fällig. Im Gegensatz zu so manchem lästigen Zeitschriftenabo verlängert sich der Spaß aber nicht automatisch, das finde ich fair.

Fazit: Nach einigen Tests fiel meine Wahl auf TV Genial und ich habe die 1,66 Euro pro Monat (Jahreslizenz) gezahlt, weil die Software am ausgereiftesten daher kommt und mir Showview und redaktionelle Empfehlungen bietet. Das Ganze wirkt einfach "rund". Nicht wirklich viel schlechter und damit nur knapp zweiter ist der kostenlose TV Browser. Etwas abgeschlagen auf dem undankbaren dritten Platz ist der TV Movie Clickfinder, der einfach etwas dröge daherkommt und ein bißchen unausgereift wirkt. Aber immerhin wäre er von den Bezahlvarianten die günstigste.

Tags für diesen Artikel: fernsehen, fernsehprogramm, software

Tropischer Donner & der Roboter der Herzen

Freitag, 19. September 2008 13:58 Sehen Maegz Kommentare (0)

Ich liebe diese Tage, an denen ich zweimal ins Kino gehe! Nachdem ich diese Woche noch abendgestaltungsgünstig arbeite (nächste Woche zwischen 19 und 22 Uhr wieder auf Sendung) bot sich Kino mal wieder an. Also habe ich Leeza in "Tropic Thunder" von und mit Ben Stiller geschleppt. War mutig von mir. Denn der Film geht schon so richtig blustig (blutig und lustig) los. Auch später sollte man besser schon ein Hardcore-Ben Stiller-Fan sein um den etwas speziellen Humor zu mögen. Der Mann hat nicht umsonst mehrmals mit den Farrelly-Brüdern gearbeitet. Nur stieß diese Mischung nicht auf ganz so viel Gegenliebe bei meiner Herzdame wie erhofft. "So ein Mist! Und dafür geben wir 14 Euro aus!" Tja, wie kann ich sie da wieder besänftigen?

Gut, dass ich am Mittwoch einen alten Bekannten aus Kino/Filmvorführertagen getroffen hatte, der jetzt ein Kino hier leitet. Dabei vertraute er mir an, dass gerade Wall-E in der Vorpremiere lief. Das hat mich ein bißchen gewurmt, weil ich auf den ja schon sehnsüchtig warte. Und dann meinte er nur:"Ich schau den vielleicht heute Abend selbst auch noch an. Ich kann dir ja Bescheid geben, wenn..?" Ja aber sehr gerne doch!

Mittwoch kam dann keine SMS mehr, aber dafür gestern Abend überraschenderweise nach dem nicht ganz gelungenen "Tropic Thunder"-Kinoabend. Tja, uns so sind wir letzte Nacht noch in den Genuss einer Privatvorstellung von "Wall-E" gekommen, Pixars neuestem Geniestreich. Schon der Vorfilm ist wieder ein Vergnügen für sich. Aber der Film... der Film... *schwärm* Was soll ich sagen? Der ist tatsächlich so toll, wie ich ihn mir (und ihr vielleicht auch) vorgestellt habe. Ich versuche "süüüß" zu vermeiden, aber dieser Roboter ist einfach genau das. Seine Annäherungsversuche an Eve sind sehr realistisch (als Mann/Männchen macht er sich immer total zum Depp) aber zum Niederknien. Wenn ihr könnt, schaut den Film an! Es lohnt sich, wirklich! Und ich habe den bestimmt nicht zum letzten mal gesehen. Ich schätze mal, Wall-E kommt zu Ostern auf DVD raus. Bis dahin muss ich also nochmal ins Kino... :-)

Tags für diesen Artikel: ben stiller, film, kino, lustig, pixar, tropic thunder, wall-e

Der seltsame Fall des Benjamin Button

Sonntag, 20. Juli 2008 14:33 Sehen Maegz Kommentar (1)

Der seltsame Fall des Benjamin Button erzählt die Geschichte eines Mannes, der als Greis geboren wird und rückwärts altert bis er schließlich als Baby stirbt. F. Scott Fitzgerald hatte das als Kurzgeschichte in seinen Erzählungen "Geschichten aus der Jazz-Ära" 1922 veröffentlicht. Hollywood hat die Geschichte vor 14 Jahren wiederentdeckt und seither waren mehrere Drehbuchschreiber, Regisseure und Hauptdarsteller im Gespräch, diesen durchaus nicht einfachen Stoff abendfüllend zu verfilmen. Bisher ist nur Folgendes bekannt: Regisseur David Fincher hat die Geschichte jetzt mit Brad Pitt, Cate Blanchett und Tilda Swinton verfilmt. In den USA soll der Film "The Curious Case of Benjamin Button" zu Weihnachten in die Kinos kommen, für Deutschland ist der Filmstart Ende Januar 2009 geplant.

David Fincher hat bereits in "Sieben" und "Fight Club" mit Brad Pitt zusammengearbeitet. Diese beiden Filme genauso wie "The Game" mit Michael Douglas haben mir außerordentlich gefallen. Danach folgten die eher durchwachsen (für mich thematisch eher schwachen) "Panic Room" und "Zodiac". Umso mehr freue ich mich jetzt auf diese Geschichte, die wirklich spannend klingt. Ich kann nur empfehlen, die Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald zu lesen. Viele Fragen werden da aufgeworfen, so zum Beispiel die Doppelmoral der Beziehung einer jungen Frau zu einem älteren Mann, die dann sogar heiraten. Später werden beide (sie mittlerweile 20 Jahre älter als er) einander überdrüssig. Oder wie die Gesellschaft überhaupt mit "nicht dem Alter entsprechendem Verhalten" umgeht.

Schon der Trailer gefällt mir ziemlich gut, auch wenn man schon sieht, dass sich der Film nur sehr lose an die Vorlage Fitzgeralds hält. Aber alleine die Filmmusik mit der markant absteigenden Pianosequenz deutet äußerst passend das mit forschreitendem Alter Jüngerwerden von Benjamin Button an. Da freue ich mich auch schon auf den Soundtrack von Alexandre Desplat.

Tags für diesen Artikel: benjamin button, brad pitt, david fincher, f. scott fitzgerald, film, kino, kurzgeschichte

Der Maegz Fragebogen

Montag, 7. Juli 2008 09:21 Sehen Maegz Kommentare (0)

Anke Groener hats gehabt, der MC Winkel hats gehabt und auch bei Don Dahlmann ist er aufgeschlagen: Der Flickr-Fragebogen. Man sucht zu den Antworten einfach nach Bildern bei Flickr (oder ipernity) und nimmt eins von der ersten Seite. Gibt zwar manchmal überraschende Ergebnisse, hat aber nicht immer etwas mit mir als Person oder Charakter zu tun. Mir ist das ein bißchen zu beliebig. Was für eine Aussage über mein Leben oder meine Vorlieben soll denn ein Foto haben, das jemand anderes in einem anderen Kontext gemacht hat? "So ernst muss man es doch nicht nehmen, ist doch nur ein Blog-Fragebogen"? Ja, warum mach ich es dann? (Das sind vielleicht schon die ersten Auswirkungen von dem Buch, das ich gerade lese, mehr dazu später). 

Deshalb hier und jetzt der Blogrocker Maegz Fragebogen. Bilder, die ich liebevoll rausgesucht (und zu 90% auch selbst gemacht) habe, weil sie eben genau das aussagen, was sie sollen. Nicht so eine Flickr-Suchbegriff-Willkür. Weil leider viele denen ich früher Stöckchen zugeworfen hätte, kaum mehr bloggen*, bedient sich einfach wer will. Macht euren eigenen Fragebogen, wie ihr wollt, womit ihr wollt, aber wählt die Bilder mit Bedacht.

*Ok, Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn die Schoggiqueen und Miss Chilldogg zugreifen mögen, natürlich gerne. Cupitronic bloggt ja auch wieder... ;-)

Tags für diesen Artikel: Bilder, Blogrocker, Blogsphäre, Fragebogen, Maegz

Vielleicht, vielleicht auch nicht

Donnerstag, 20. März 2008 09:25 Sehen Maegz Kommentare (0)

Ja, ich schaue gerne Frauenfilme romantische Komödien. Es gibt nichts besseres, um das Hirn abzuschalten und frohgestimmt, das Kino zu verlassen. Leider teilt meine Herzdame diese Leidenschaft nur bedingt und so kam es, dass ich gestern alleine in „Vielleicht, vielleicht auch nicht“ gehen musste.

Der Film beginnt mit Hauptdarsteller Will, der im Büro die Scheidungspapiere vom Rechtsanwalt seiner Frau bekommt. Als er anschließend seine 10-jährige Tochter Maya von dem „Geschlechtskundeunterricht“ aus der Schule abholt (woraus einige nette Gags entstehen), möchte diese alles über ihre Mutter und das frühere Liebesleben ihres Vaters erfahren. In Rückblenden erzält der Film dann, wie Will seiner Tochter über seine drei Liebesbeziehungen berichtet („Papa, wie nennt man eigentlich eine männliche Schlampe?“). Dabei verändert er allerdings die Namen, so dass Maya herausfinden muss, welche davon ihre Mutter ist. Im Lauf der Geschichte begreift die Kleine auch, was Will meint, wenn er wieder einmal seufzt, dass das sehr kompliziert zu erklären sei.

Hinter dem Film stecken die Macher von „Tatsächlich Liebe“ (den ich ja überaus charmant finde) und Bridget Jones. Der Film zeigt auch die manchmal (katastrophal) realistischen Seiten der Liebe und versteht das mit einem amüsanten Augenzwinkern zu vermitteln. Kevin Kline hat eine Nebenrolle und der Rest des Ensembles wirkt ebenfalls sehr spielfreudig.

Insgesamt erinnert mich der Film an „Singles - gemeinsam einsam“, denn er bedient sich alternativer Erzählstrukturen und hebt sich damit wohltuend von allzu durchschaubaren Filmen dieser Gattung ab. Eine Empfehlung für Freunde des Genres. 7/10 Punkte.

Tags für diesen Artikel: Film, Kino, lustig, romantische Komödie, vielleicht

Horton hört ein Hu

Montag, 17. März 2008 22:06 Sehen Maegz Kommentare (5)

Der Höhepunkt des heutigen Tages: Kinderkino mit der Liebsten. Wir waren gerade in Dr. Seuss' "Horton hört ein Hu". Ich muss gestehen bislang mit Dr. Seuss' Kinderbüchern noch nicht in Berührung gekommen zu sein. Aber das muss ich unbedingt nachholen. Dieser Film war so liebevoll animiert, dass es eine Pracht ist. Handwerklich sehr sauber umgesetzt, was man besonders an den liebevoll detailliert animierten Fellen der ganzen Bewohner von Nümpels anmerkt. Aber der Reihe nach...

Horton ist ein Elefant, der eines Tages mit seinen großen Ohren einen Hilferuf von einem Staubkorn hört. Das bringt ihn auf die Idee, dass auf dem Staubkorn winzig kleine Menschen leben könnten, die er ab sofort zu beschützen versucht. In der Tat befindet sich auf dem kleinen Staubkorn der Ort Huheim und lediglich dessen Bürgermeister kann Kontakt mit Horton aufnehmen. Bei seinen Mitbewohnen stößt er genauso auf Unglauben, wie Horton bei den restlichen Tieren von Nümpels. Vor allem die Chefin von Nümpels, ein lila Känguruh, möchte Horton mit aller Gewalt davon abbringen, solch einen "Unsinn" zu verbreiten und setzt daraufhin den finsteren Geier Vlad auf ihn an. Die Botschaft, die Horton verbreitet, ist gleichzeitig die Moral der Geschichte: "Ein Mensch ist ein Mensch, wie klein er auch ist."

Sämtliche Charaktere sind liebevoll mit ihren Marotten und Eigenheiten angelegt. Kein Tier in Dr. Seuss' kleinem Universum ist wirklich böse, manche sind lediglich nicht besonders hell. Die Geschichte ist kurzweilig für Kinder und unterhaltsam für Erwachsene. 20th Century Fox hat nach Ice Age wieder einmal ein Aushängeschild für die Animationsabteilung. Dass Christoph Maria Herbst in der deutschen Synchronisation Horton spricht ist eine weitere Bereicherung dieser schönen Geschichte. Eine ganz klare Empfehlung mit 8,5 von 10 Punkten. Falls ihr Kinder mit ins Kino nehmen könnt, tut es. Sie werden euch für diesen Film lieben!

PS: Ach ja, vor einem wirklich sehr effektiven Ohrwurm sei gewarnt. Dank des Abspanns werdet ihr ewig REO Speedwagons "I can't fight this feeling" nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Läuft bei mir gerade schon zum elften Mal... ;-)

Tags für diesen Artikel: animation, dr. seuss, elefant, film, horton hört ein hu, huheim, kino, zeichentrick

Gemma Arterton neues Bondgirl?

Montag, 17. Dezember 2007 12:23 Sehen Maegz Kommentare (2)

Glaubt man der britischen Sun, wird Gemma Arterton das Bondgirl im noch unbenamten 22. Abenteuer des britischen Spions. Gemma Arterton? Noch nie gehört? Macht nichts, bis gerade eben war sie ja auch noch Schauspielschülerin an der Royal Academy of Dramatic Art. Aber mit 22 Lenzen schon in der Tradition von Ursula Andress oder Halle Berry ist schon ein Karrieresprung. Gut auf manchen Bildern ihres ersten Kinofilms St. Trinian's erinnert sie mich ja eher an eine Mischung aus Mia Wallace und Kelly Osbourne, aber aus Eva Greene haben sie ja auch was gemacht. Lassen wir uns überraschen. Es drängt sich nur der Verdacht auf, dass EON Productions mal wieder sparen möchte. Nachdem Daniel Craig aufgrund des enormen Erfolgs von "Casino Royale" in Zukunft vermutlich auch etwas mehr kosten wird als vorher, schaut Barbara Broccoli, dass sie die Nebendarsteller etwas günstiger bekommt. Bleibt nur noch eine Frage: Wie zum %§&#$ spricht man ihren Nachnamen aus?
Tags für diesen Artikel: 007, bondgirl, james bond, news
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Glass24Jeri zu Blog rockin' beats
Do, 02.09.2010
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Joe zu Silvesterübelkeit
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Joe zu Silvesterübelkeit
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Der perfekte Jazz-Soundtrack für den Spätsommer in Zeitlupe. Shirley Horn hat keine Eile. Perfekt um nachmittags den Blättern beim Fallen zuzuschauen oder des nachts durch Städte zu fahren.

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