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Grenzgänger

Montag, 22. Juni 2009 17:08 Musik, Unterwegs Maegz Kommentare (0)

Die letzten drei Tage waren wir Grenzgänger zwischen zwei Welten, die verschiedener nicht sein können: Auf der einen Seite die beschauliche Ruhe des kleinen Kurortes Bad Dürrheim mit Rentnern und Thermalbad; auf der anderen Seite bis zu 50.000 Kinder, die im Schlamm spielten und dabei jeder Menge guter Bands lauschten – das Southside Festival 2009.

2009-06-21_Southside_2009_147 Zum Southside kam ich, weil mir L. die Tickets zur großen Faith No More Reunion zum Geburtstag geschenkt hat. Übernachtung im Hotel statt im Zelt inklusive. War kein Fehler, wenn man sich den Campingplatz ansah. Uns erwartete ein ansonsten sauber organisiertes Festival, nur das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen, deshalb gab es eben drei Tag Schlamm und Regen. Die Bands waren trotzdem sehenswert: Lily Allen war live genauso gut wie auf Platte, die Fleet Foxes genauso ätherisch folkig und Fettes Brot die gewohnt gutgelaunten Spaßmacher. Nur die Live-Band-Versionen der Brote Klassiker hätte ich mir manchmal mehr wie auf Platte gewünscht. Bettina ist eben eine Synthiesample-Gefiepse, da passt nicht plötzlich eine Jazz-Gitarre drauf. Die Ärzte… Tja die Ärzte. Was soll man dazu schreiben? Wirkten routiniert, aber vielleicht haben wir auch zu wenig gesehen, denn so richtig wollte mich der Zauber eines Auftritts der “besten Band der Welt” nicht erfassen. Sind nette Jungs, ohne Zweifel, nur den Auftritt fand ich nicht packend, wie den manch anderer Band.

2009-06-20_Southside_2009_040 Am zweiten Tag haben The Sounds für gute Stimmung gesorgt. Von den Schweden kannte ich bisher nur ein Album, aber jetzt kann ich sie auch live weiterempfehlen. Bei Nieselregen waren wir froh, dass unser nächster Favorit im Zelt spielte: Just Jack. Der zauberte nämlich gute Laune auf die überdachte Red Stage und zudem noch Sonne ins Herz. Gute-Laune-Musik mit Groove-Appeal und gegen Ende des Jahres ist auch ein neues Album am Start. Am Abend gab es dann noch die stilsicheren Briten von Franz Ferdinand (man hatte das Gefühl, das gesamte Festival hätte sich vor ihrer Bühne versammelt, so voll war es) und danach mit Disturbed noch die erste “richtige” Metalband. Knochtrocken aber mit absolut druckvollem Sound haben sie richtig gut abgeliefert, inklusive dem fantastischen Cover “Land of confusion”.

Am dritten Tag gab es erst einmal drei Damen am Mikro: Die Ting Tings (ganz ok, aber nicht umwerfend), Katy Perry (rhythmische Sportgymnastik mit schwacher Gesangseinlage) und Duffy (elegante Musik, gute Sängerin aber auf einem Festival ein bißchen fehl am Platz). Mit Social Distortion wurde dann wieder die Green Stage gerockt und als Höhepunkt gab es meine Über-Band Faith No More.

2009-06-21_Southside_2009_177 Die Blaupause aller Crossover-Acts der frühen Neunziger (so wage ich das mal zu bezeichnen) sind live fantastisch. Selbst der übliche FNM-Humor fehlte nicht. Wer sonst würde das Konzert wohl mit einem Mike Patton am Krückstock beginnen, der “Reunited” von Peaches & Herb singt? Genial der Text “I was a fool to ever leave your side, me minus you is such a lonely ride…”. Das passende unvermeidliche Greatest Hits Album heißt dann auch mit treffender Selbstironie “The Very Best Definitive Ultimate Greatest Hits Collection” und auf den T-Shirts zur Tour steht “The Second Coming”. Ja, das sind die alten Faith No More, wie wir sie lieben. Gespielt haben sie alle Klassiker, so bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass es keine schnelle “Wir brauchten das Geld” Nummer ist, sondern dass auch irgendwann ein neues Album folgt.

Tags für diesen Artikel: Faith No More, Festival, Konzert, Musik, Regen, Schlamm, Southside

Blogbauarbeiten

Dienstag, 16. Juni 2009 23:43 Musik Maegz Kommentare (0)

Ich hab mal ein bißchen am Blog rumgerümpelt. Klar, hier vorne sieht man davon nicht viel, aber einiges davon muss ich vielleicht noch richtig konfigurieren. Zum Beispiel sollten sich jetzt Kommentare formatieren lassen. Bilder werden jetzt mit dem Lightbox Plugin angezeigt. Und zuguterletzt versuche ich den Windows LiveWriter mit Serendipity zum Laufen zu bringen.

Ach ja, und nebenbei freue ich mir immer noch einen Ast, dass wir am Wochenende zum Southside-Festival gehen, wo ich Faith No More endlich mal live sehen werde. Von den Unmengen anderer guter Bands ganz schweigen. Aber Faith No More! Oh Hayley diese Schokodile Hayley! Faith No More!

fnm_album Für die Vorfreue hab ich mir gleich mal das neue Album “The Very Best Definitive Ultimate Greatest Hits Collection” besorgt. Ist zwar eine Greatest Hits Sammlung, wie ich sie schon besitze (von den ganzen “normalen” Alben und raren Singles ganz schweigen), aber erstens fand ich den Titel lustig und zweitens: Oh Hayley, Faith No More!

Tags für diesen Artikel: Blog, Faith No More, Festival, live, Musik, Software, Southside

Kinderspaß mit Maegz

Freitag, 10. Oktober 2008 11:48 Musik Maegz Kommentare (0)

Wer öfter am Telefon arbeitet kennt bestimmt die schrägen Typen, die manchmal anrufen. Bei mir ruft zum Beispiel abends oft irgendein Perverser auf der Verkehrshotline im Studio an und sagt dann nichts. Aber man hört ihn ab und zu atmen. Und dann natürlich die Telefonstreiche der Kinder: Jedes Polizeirevier, jede Rettungsleitstelle und jeder Pizza-Lieferservice kann davon wohl ein Lied singen. Gestern Abend hat sich dann wieder mal so ein Balg auf die Verkehrshotline ins Studio gewählt und mit viel zu junger Stimme (natürlich betont tief) einen "Blitzer" gemeldet. Weil mir die Stimme zu jung vorkam, habe ich nachgehakt und gefragt welche Marke das Auto hat aus dem geblitzt wird und ob es ein Bus ist. Natürlich ist er mir auf Leim gegangen. Woher sollte er auch wissen, dass bei uns im Kreis nicht aus blauen Mercedes-Bussen sondern aus silbernen und roten VW-Bussen geblitzt wird? Klar, solche Fakes sende ich nicht; vor allem, wenn man im Hintergrund noch andere Kinderstimmen kichern hört. Normalerweise erkundigen sich unsere Anrufer auch nie, wann das jetzt genau im Radio läuft... Fünf Minuten später klingelt die Verkehrshotline wieder (diese Ungeduld der Jugend, ts ts ts). Scheint mir die gleiche Nummer zu sein und bingo: Wieder unser Kandidat vor dem Stimmbruch.



Ich melde mich mit dem Sender- und meinem Namen: Hallo wen hab ich dran?
Pause (überlegt, dann viel zu junge Stimme die versucht tief zu sprechen): Den Dieter (der 5 Minuten davor noch Uwe hieß)
Ich so: Hallo "Dieter"
"Dieter" so (versucht betont deutlich zu sprechen): Ich möcht ein' Stau melden.
Ich so: Mhm, und wo soll der sein?
"Dieter" so: Auf der A81 Richtung Stuttgart
Ich so: Mhm, von wo nach wo?
"Dieter" so: Von Karlsruhe nach Stuttgart. (für Ortsfremde: Da läuft die A8 lang und die kennt hier im Südwesten jeder aus leidgeprüfter Erfahrung, der schon mal am Leonberger Dreieck im Stau stand)
Ich so: Da ist leider keine 81, das ist die 8. Und außerdem bist du ein bißchen zu jung um ein Auto zu fahren. Findest du nicht?
"Dieter" so: Ich bin nicht jung! (nein, nur noch nicht im Stimmbruch)
Ich so: Mmmm, ja. Aber dann wüsstest du, dass die 8 da lang geht und nicht die 81.
"Dieter" so: Oh... dann hab ich mich versprochen. Äh, 'Tschuldigung.
Ich so: Kein Problem, wenn ihr einfach nur keine Telefonscherze mehr macht, dann ist das schon in Ordnung.
"Dieter" so: Nein nein, aber das mit dem Blitzer gerade eben war ernst. (ja klar...)
Ich so: Und deshalb ruft ihr auch ständig an und meldet ständig Blitzer und Staus. Ich hab jetzt eure Nummer, wenn das noch mal vorkommt, dann überlegen wir uns was, ok?
"Dieter" so: Der Blitzer ist ernst (merke: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...)
Ich so: Ok, alles klar...
"Dieter" so: Melden Sie den?
Ich so: Ciao...
"Dieter" so: Ciao.

Der "Dieter" muss noch viel lernen...
Tags für diesen Artikel: anrufer, fake, job, radio, studio, telefon, verkehrshotline

Another way to die

Mittwoch, 24. September 2008 11:39 Musik Maegz Kommentare (3)

Der Titelsong "Another Way To Die" für den neuen Bond "Ein Quantum Trost" (November 2008) kann im Internet angehört werden. Jack White von den White Stripes und Alicia Keys singen ein Duett und für mich klingt das Ganze noch sehr gewöhnungsbedürftig. Zu alternativ. Natürlich ist Mr. White ja auch nicht gerade für kommerzkompatible Gassenhauer bekannt (sieht man mal vom Stadiontauglichen "Seven Nation Army" ab). Aber beim letzten Bond habe ich Chris Cornells Titelsong gleich ins Herz geschlossen. Naja, wer weiß, vielleicht klappts ja mit dem hier auch noch...
Tags für diesen Artikel: 007, another way to day, ein quantum trost, filmmusik, james bond, lied, song

Vinyl Top 5 - Pt. 2

Mittwoch, 26. März 2008 20:04 Musik Maegz Kommentare (0)

Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, die Plätze 3 bis 1. Nun denn, anschnallen und ab in die 80er...

Platz 3: David Bowie
A: When the wind blows / B: Instrumental
1986/Virgin Records

Der Film "Wenn der Wind weht" ist ein leider eher unbekannter Zeichentrickfilm der 1987 in die Kinos kam. Aufgrund der ernsten Thematik (die Folgen eines Atomkrieges) war der Film in den Kinos unserer Stadt erst ab 16 freigegeben, was mich maßlos ärgerte, denn ich wollte ihn damals unbedingt sehen. Ganz großes Kino war auch der Titelsong von David Bowie. Ernst, hymnisch mit helleren Passagen aber letztlich doch traurig. Zwischen 12 und 32 ändert sich der Musikgeschmack ja (zum Glück) "etwas". Aber David Bowie hat mich seit dieser Zeit beleitet. Seine Stimme, sein Charisma, seine schiefen Zähne und vor allem seine Songs. "Let's dance", "China girl" und "Golden years" sind Klassiker, aber vor allem "When the wind blows" hat aufgrund seiner schwermütigen Thematik eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Heute besitze ich eine David Bowie "Best of"-DVD, den Film auf DVD und diverse Alben. Den Grundstein habe damals mit dieser Single gelegt.

Platz 2: Henry Mancini & his Orchestra
A: The Pink Panther Theme / B: Something for Sellers
1963/RCA Ariola

Manchmal, wenn ich alte James Bond-Filme aus den 60ern anschaue, fühle ich mich, als würde ich in der falschen Zeit leben. Ich mag diese 60er-Jahre, in denen ich nicht aufgewachsen bin, aber in denen Männer noch wussten, wie man Krawattenknoten bindet und dass man Frauen die Tür aufhält. Die 60er hatten auf diese Art und Weise eben Stil. Genau wie Musik von Henry Mancini. Er hat viele bekannte Stücke geschrieben, aber in meiner Kindheit interessierte mich natürlich nur sein "Pink Panther Theme". Erstens wegen der Zeichentrickserie und zweitens wegen der Inspector Closeau-Filme mit dem großartigen Peter Sellers. Und obwohl ich zu Weihnachten am liebsten von Geschenken überrascht wurde, ließ es sich dennoch nicht vermeiden, dass man beim Suchen zufälligen Stöbern darauf stößt. Auf dem Schrank meines älteren Bruders entdeckte ich eine Single und legte sie sofort wieder weg, weil ich ja überrascht werden wollte. Das Einzige, was ich zu erspäen geglaubt hatte, war dass es sich bei dieser Single um "Peter und der Wolf" handelte. Irgendein gezeichnetes Vieh auf dem Cover. Nee, oder? Peter und der Wolf? Hey, ich war ja schon fast erwachsen. Oder zumindest in der Pubertät. Beinahe zumindest. Da war der olle Peter mit seinem altbackenen Wolf doch eine Spur zu kindlich für mich. Die letzten Tage bis zum Fest übte ich also, möglichst überrascht und freudig auszusehen wenn mir mein Bruder das Geschenk überreichen würde. Ich träumte sogar nachts davon! Peter und der Wolf. Mist. Umso größer war die Überraschung, als ich dann zu Weihnachten Henry Mancinis "Pink Panther Theme" auspackte. Mein Bruder hatte mich also doch für cooler und erwachsener gehalten und mir eine coole und erwachsene Single geschenkt. Da war dann sogar die Freude echt. Eindeutig mein Geschmacks-Favorit in der Top 5-Liste meiner Lieblings-Singles.

Platz 1: Tiffany
A: I think we're alone now / B: No Rules
1987/MCA Records

Meine erste, vom eigenen Taschengeld selbst gekaufte Single ist: Tiffany - I think we're alone now. Ok, jetzt ist es raus. Aber jetzt bitte mal alle die vortreten, die als erstes gleich mal Portishead oder Hendrix gekauft haben, ja? Na also. Es scheint fast wie ein unvermeidliches Naturgesetz, dass die ersten Platten peinlich sein müssen. Aber mit 12 deckte sich diese rothaarige junge Dame in der Jeansjacke genau mit meiner pubertär aufkeimenden Vorstellung von "hübsch". Natürlich hätte ich das nicht zugegeben, aber ich fand diesen verträumten Blick auf der Rückseite anziehend. Und so begabt, wie sie war... Dass Ritchie Cordell dieses Lied bereits 1967 für Tommy James & the Shondells geschrieben hatte, interessierte mich nicht. Dieses Lied war wie ein Startschuss in meine Pubertät. Ich wollte unbedingt... so eine coole Jeansjacke (vom Knutschen hatte ich ja noch keine Ahnung). Was bekam ich? Eine Jinglers-Jacke von C&A. Das war nicht ganz, was ich erhofft hatte, aber die würde es zur Not erst einmal tun müssen. Nur einmal noch hat mich ein Song so berührt, wie es damals Tiffany tat: Robin Beck mit "First Time". Aber geknutscht hab ich auch dazu nicht.

So und jetzt mal zu euch: Welche Top 5 oder Lieblings Vinyl-Singles habt ihr? Raus mit den peinlichen Platten und den Klassikern des guten Geschmacks ;-)

Tags für diesen Artikel: 80er, damals™, musik, platten, single, top 5, vinyl

Vinyl Top 5 - Pt. 1

Mittwoch, 26. März 2008 07:30 Musik Maegz Kommentare (0)

Als ich anfing zu bloggen (Damals™im heißen Sommer 2004 bei 20six) waren Top 5-Listen eine große Sache. Jeder hatte eine zu irgendeinem Thema. Eigentlich war das auch unterhaltsam, denn jeder diskutierte mit jedem und Themen wurden weitergereicht. Weswegen ich heute auch mal wieder die Idee einer Top 5-Liste aufgreifen möchte. Kennt ihr noch Vinyl-Schallplatten? Sollten jüngere Leser anwesend sein, finden Sie die Erklärung hierzu bei Wikipedia. Als Kind der 70er erlebte ich Mitte der 80er unmittelbar den Wechsel von Schallplatten zu CDs mit. Und ich verpasste knapp den Anschluss an das nostalgisch-sympathische aber aussterbende Medium Vinyl. Stattdessen wuchs schon bald neben einigen wenigen Platten ein stattlicher Stapel CDs in die Höhe. Mangels Masse sind die Top 5 meiner Vinyl-Singles schnell abgehakt: Ich hatte nur fünf. Und deshalb heute und morgen die Top 5 meiner Vinyl-Singles...

Platz 5: Genesis
A: Tonight, tonight, tonight / B: In the glow of the night
1987/Virgin Records

Eigentlich hatte ich diese nur, weil ich einen Füller in einer Plattenbestellung gebraucht hatte. Mitte der 80er Jahre geisterten in den Schulpausen immer kleine auf sehr dünnes Papier gedruckte Kataloge eines Platten-Mailorder-Versenders durch die Reihen. Ich weiß nicht mehr, wie der hieß, aber er hatte ein Krokodil als Maskottchen. Platten, gerade Singles, waren dort günstig (ideal, wenn das Taschengeld mal wieder etwas knapp war) und wenn man eine bestimmte Menge Alben und Singles bestellte, erhielt man wiederum andere Alben und Singles günstiger oder umsonst. Dann raffte sich irgendeiner aus der Klasse auf, sammelte das Geld ein und bestellte den kompletten Kram für die ganze Klasse. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwie eine Single frei hatte und entschied mich dann für "Tonight tonight tonight" von Genesis. Ganz schön dämlich, wenn man bedenkt, dass mein Bruder das ganze Album "Invisible touch" hatte, von dem der Track stammte. Aber ich wollte doch meine eigene Plattensammlung aufbauen.

Platz 4: Living in the Box
A: Blow the House down / B: Dance the mayonnaise
1989/Chrysalis

Diese Single wollte ich wirklich haben; vermutlich hatte ich das peter-gabrielesque Video auf Formel Eins gesehen. Wieder für die Jüngeren: Formel Eins hatte nichts mit Autosport zu tun sondern war der Name einer Fernsehsendung mit Musikvideos. Der Song klang für die späten 80er noch ziemlich modern, aber schon bald sollte dieser typische Sound von Acid-Techno und der Eurodance-Welle abgelöst werden. "Blow the house down" war die zweite bekannte Singles-Auskopplung nach "Living in a box" und neben "Room in your heart" wohl einer der drei wenigen Hits der Band. Wer die B-Seite "Tanz die Mayonnaise" hört, kann sich vorstellen warum. Damals stand ich ja noch auf diesen stark synthie-geprägten Pop wie ihn auch Nik Kershaw machte. Von dem hatte ich leider nur eine BRAVO-Autogrammkarte (vier Stück auf einem Bogen, an den Perforationslinien zu trennen) und ein Poster, aber leider keine Platte. Vermutlich war das Taschengeld alle.

So, dass wars zum ersten Teil meiner kleinen Vinyl-Single Top 5. Die Plätze 3 bis 1 folgen, u.a. mit einer Single die ich geschenkt bekam und auf die ich heute noch stolz bin und meiner ersten selbst gekauften Single/Platte überhaupt. Purer Trash! :-)

Tags für diesen Artikel: 80er, damals™, musik, platten, single, top 5, vinyl

The R-factor

Mittwoch, 5. März 2008 21:10 Musik Maegz Kommentare (0)

3,29 Euro für 36 Songs in bester MP3-Qualität ohne Kopierschutz dafür mit PDF-Booklet und passenden Wallpaper-Goodies. Das sind gerade einmal ca. 9 Cent für einen Song. Wer kann so etwas legal anbieten? Jemand, der keine Rücksicht auf eine gierige Plattenfirma nehmen muss, weil er keine hat. Trent Raznor zum Beispiel. Seit einigen Jahren experimentiert der Kopf hinter den Nine Inch Nails gerne mit alternativen Vertriebsmethoden. Schon sein letztes Album gab es in zwei Versionen zum Download im Internet: Einer kostenlosen und einer mit höherer Qualität für 5,— $. Leider waren nur 18% der Websitebesuher damals bereit, für das Album zu zahlen, worüber sich Mr. Raznor entäuscht zeigte. Nichtsdestotrotz probiert er es jetzt in abgewandelter Form wieder: Sein vor zwei Tagen erschienenes Album "Ghosts I – IV" gibt es von 5,— $ für die reine Download-Version bis hin zur handsignierten Vinyl-Edition für 300,— $ (welche übrigens bereits ausverkauft ist). Als Appetizer gibt es neun Songs gratis mit Booklet und Wallpaper-Motiven.

Mein alltime favorite ist und bleibt "The perfect drug" vom Soundtrack des David Lynch-Films "Lost Highway". Genial, wie dieser Songs zugleich Industrial und Pop ist. Ich habe auch die beiden Alben "With Teeth" und "Year Zero" und irgendwie wird mir der Bursche so langsam richtig sympathisch, denn so elegant wie er hat noch kein Künstler der Musikindustrie die lange Nase gezeigt. Die fünf Dollar gehen direkt an den Künstler und ich bekomme dafür super klingende MP3-Dateien ohne Kopierschutzgängelung, kann per PayPal bezahlen und habe sogar einen Mehrwert in Form des PDF-Booklets und der anderen Goodies. Natürlich darf man auch die Experimente von Prince und Radiohead mit dem Vertrieb von Songs über das Internet auf Basis freiwilliger Bezahlung nicht außer Acht lassen. Aber Trent Raznor zeigt sich hier am kompromisslosesten. Wenn dieser R-Faktor Schule macht, dürfte demnächst in der Musikindustrie Kurzarbeit angesagt sein. Dazu trage ich gerne meinen bescheidenen Teil bei und habe soeben 36 Songs für nur 5 Dollar heruntergeladen. Musik über das Internet zu bekommen kann echt so einfach sein…

Ich lad' Musik – bei Musicload direkt beim Künstler.

Tags für diesen Artikel: fair, ghosts, internet, legal, mp3, musik, nin, nine inch nails, trent raznor

4:30 früh

Freitag, 30. November 2007 04:30 Musik Maegz Kommentare (5)

Einen wunderschönen guten Morgen euch allen da draußen! Die meisten drehen sich vermutlich gerade noch einmal im Bett um und läuten die letzte Runden gegen Morpheus ein. Mein Wecker hat gerade geklingelt und in einer halben Stunde werde ich mich auf den Weg ins Finale machen. Das Studio liegt ja 50 km weit weg und dennoch habe ich von den vier Finalisten den kürzesten Weg. Seit einer halben Stunde ist die Morningshow-Crew schon dabei, Zeitungen zu studieren und ihre Meldungen und Nachrichten vorzubereiten. Ein bißchen habe ich mich ja schon an das Team gewöhnt... Sind alle so nett dort. Was mich dann genau erwartet, wenn ich ab 6:45 bis 12 Uhr zur Maxi-Morningshow dazustoße, weiß ich nicht. Aber ein Kandidat wird heute zum Radiostar gekürt und erhält die Chance, beim Radio zu arbeiten. Ich lasse das einfach alles auf mich zukommen und warte ab was passiert. Einen Vorteil hat das ganze Casting jetzt schon: Ich habe wieder Lust darauf aufzunehmen (Stimme, Songs, whatever). Sollte also beim Radio nichts daraus werden, werde ich mich wohl wirklich demnächst hier auf Podcasts verlegen. Das mit den Mikros macht mir einfach zu großen Spaß. Aber jetzt heißt es erst einmal warten... 
Tags für diesen Artikel: casting, finale, morningshow, radio, radio ton, radiostar

Radio Star

Montag, 26. November 2007 20:44 Musik Maegz Kommentare (5)

Erst einmal Danke für das viele Feedback und die aufbauenden Kommentare, E-Mails, SMS und Anrufe. Viele Leute haben sich gemeldet (Familie, Freunde) und von manchen hätte ich gar nicht erwartet, dass sie morgens Radio hören :-) Es hat mich besonders gefreut, von Tweety und C. zu hören (ja, ich bin wirklich verheiratet) und auch I. meldete sich, als sie überrascht feststellte, dass sie die Stimme aus ihrem Radio kennt.

Aber der Reihe nach. So ein Radiotag beginnt unglaublich früh. Und während die Redakteure der Morningshow bereits seit 4 die Sendung vorbereiteten, durfte ich mir bis um 6 Uhr Zeit lassen. Kurz vor 7 war ich dann bei Sarah Mayer das erste mal live auf Sendung. Zusammen mit ihrem Team dachte sie sich immer wieder neue Aufgaben aus, die ich dann im live präsentieren musste. Das war unter anderem das Wetter und der Verkehr, einmal durfte ich eine Szene aus Dirty Dancing (Sarahs Lieblingsfilm) neu synchronisieren oder zeigen, was ich in meiner Zeit als Saftschubse (aka Flugbegleiter) gelernt habe. So verging die Zeit bis 9 wie im Flug. Anschließend durfte ich weitere Aufgaben für die Moderatoren der nachfolgenden Sendungen erfüllen. So machte ich bei einer Umfrage in der Fußgängerzone schnell die Erfahrung, dass es alles andere als leicht ist, Menschen um die 30 zu finden welche sich verständlich auf Deutsch artikulieren können. Aber auch diese Hürde habe ich schließlich gemeistert. Zurück ins Studio, die O-Töne von der Straße schneiden (was meine Betreuerin Sabrina in einer unglaublichen Geschwindigkeit übernahm) und schon ging auch dieser Soundschnipsel von mir über den Äther. Dazwischen immer wieder Kommentare der Homestorys von meinem Cousin, meiner Mutter, meiner Frau, meinem Bruder und meinem Ex-Schlagzeuger. Insgesamt war ich bis um 3 Uhr im Sender beschäftigt.

Der Tag war nicht nur lehrreich, sondern hat mir wie erwartet auch total Spaß gemacht. Die Arbeit mit dem Mikro ist einfach toll und deshalb gibts diesen Eintrag auch als Podcast zum Anhören (außerdem lerne ich so noch ein bißchen mit meiner Schnitt-Software umzugehen, welche die gleiche ist, wie im Studio).

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Ein Date mit Sarah - Teil 2

Sonntag, 25. November 2007 19:23 Musik Maegz Kommentare (3)

Wie verbringt ihr so euer Wochenende? Ausschlafen? Vielleicht Einkaufen? Ich für meinen Teil war gestern beim Recall meines Castings für Radiomoderatoren. In den heiligen Studiohallen von Radio Ton wurden von 10 bis 18 Uhr insgesamt 16 Kandidaten mit Fragenbögen und Mikroproben allerlei Tests unterzogen. Letztlich würden ja nur vier Teilnehmer die Chance bekommen, in der kommenden Woche jeweils einen Tag in der Morgenshow mitzumoderieren. Da ich eine große Klappe habe mich für alles interessiere was mit Mikrofonen zu tun hat, zählte vor allem der Spaß an der Sache. Aber natürlich nützt es schon, wenn man bereits ein Mischpult in den Fingern hatte. 12 Jahre Karaoke-Moderation und ungezählte Nächte als DJ sollten sich ebenfalls bezahlt machen. Kurz vor 18 Uhr stand endlich fest, dass ich mit dabei bin: Einer von vier Finalisten! YEE-HAW!

Die nächste Frage der anwesenden Morgenshow-Redakteurin galt meiner Familie und meiner Frau. In diversen "Homestorys" wolle man am heutigen Sonntag so viele O-Töne wie möglich einsammeln, um ihnen möglichst viele schmutzige Geheimnisse ein paar Kommentare zu meinem Einzug ins Finale zu entlocken. Mit dabei: Meine Mutter, meine Frau, mein Bruder, mein Cousin und mein Ex-Schlagzeuger. Morgen früh gehe ich dann bei Sarah Mayer und Patrick Seidel auf Sendung und erfahre, was alle über mich zum Besten gegeben haben :-). Meine drei Moderatoren-Mitstreiter werden von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 6:45 bis 9 Uhr zu hören sein. Und am Freitag folgt das große Finale mit allen Finalisten in einer Maxi-Morningshow bis 12 Uhr. Dann darf auch vom Publikum am Telefon abgestimmt werden, wer zukünftig das Radioteam berreichern wird. Damit Kandidaten mit allzuviel Freunden nicht bevorzugt werden, behält sich die Jury ein Stimmrecht von 50% vor. Wie auch bei Olympia gilt: Dabei sein ist alles und möge der Beste gewinnen.

Jetzt heißt es aber erst einmal früh ins Bett, denn der frühe Vogel fängt den Wurm Radiomoderatoren müssen früh raus. Vor allem, wenn sie noch 50 km ins Studio fahren müssen... :/

Tags für diesen Artikel: casting, moderator, radio
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Blogrocker Maegz


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Do, 02.09.2010
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Do, 25.03.2010
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Joe zu Silvesterübelkeit
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Joe zu Silvesterübelkeit
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