Versprechen vs. Realität
Dienstag, 29. September 2009 22:03 Lob & Tadel Maegz Kommentare (2)
Ich weiß, das Thema Wahl hat jetzt eigentlich jeder satt. Hat auch nur indirekt damit zu tun. Heute war ich mal wieder beim goldenen M essen und wieder einmal erstaunt darüber, wie weit Werbung und Wirklichkeit auseinander liegen. Aber seht selbst:
Schon traurig irgendwie, oder? Aber das ist ja auch in der Politik und Wirtschaft nichts Neues. Kaum ist die Wahl rum und man hat den Kunden/Wähler im Sack, fällt die falsche Zurückhaltung und der Hundt wittert einen fetten Knochen: Der Kündigungsschutz soll weiter abgeschafft werden. Natürlich hat er auch gleich die passende Begründung: Dies “erleichtere Arbeitslosen den Einstieg in die Arbeitswelt”. Der letzte derart selbstlose Mensch ist wohl mit Mutter Theresa von dieser Erde gegangen. Es war irgendwie zu erwarten, dass die neue Bundesregierung das eingeforderte Vertrauen so schnell verpsielt, wenn die Wirtschaft jetzt schon so ungeniert ihre Wünsche anmeldet.
⁞Nie wieder BASE
Mittwoch, 22. April 2009 19:20 Lob & Tadel Maegz Kommentare (0)
Ich bin seit locker zehn Jahren Kunde bei E-Plus. Seit ca. 5 Jahren auch bei BASE. L. habe ich vor drei Jahren überredet, auch zu dem Verein zu wechseln. Ein Fehler, wie sich jetzt herausstellen sollte. Beim Versuch zu kündigen stellte sich heraus, dass BASE eigenmächtig das Vertragsdatum und damit die Kündigungsfrist verändert hatte. Schriftlich vorliegen habe zwar etwas anderes, aber die Hotline stellte sich eben auch dumm an. Von beleidigenden Unterstellungen einmal zu schweigen ("so wie Sie das formulieren, lesen Sie das ab, oder.. hö hö..").
Da Internet nicht nur für Firmen funktioniert, hier also der kurze aber ehrliche Ratschlag:
Wenn ihr könnt, lasst die Finger von BASE.
Ich weiß, dass andere Firmen auch abzocken, aber bei BASE hat sich für mich mittlerweile zu viel angesammelt (unverlangt abgeschlossene Verträge, die man erst mit einem kostenpflichtigen Anruf wieder kündigen muss...). Adieu BASE, zum Schluss zeigt man immer sein wahres Gesicht, gelle? Wie es besser geht, zeigt Callmobile: Im Internet gibt es sogar einen Button mit dem man kündigen kann. Freundliche Bestätigungs-E-Mail hinterher, fertig. E-Plus hat zwar mehr Discounter unter dem eigenen Dach, aber die schlechtere Sprachqualität und den schlechteren Service.
Pixmania vs. Amazon
Donnerstag, 5. März 2009 12:45 Lob & Tadel Maegz Kommentare (3)
Pixmania ist neben Amazon einer der großen Internet-Anbieter von Elektrowaren. Während ich bei Amazon durchaus häufiger bestelle, kann ich mich bei Pixmania dazu nicht durchringen. Dabei haben die gar nicht selten sogar günstigere Preise. Aber zwei Punkte stehen dem entgegen: SERVICE und ZUVERLÄSSIGKEIT.
Wenn ich bei Amazon etwas bestelle, ist es in 99% der Fälle am nächsten Tag da, ohne Aufpreis. Ich kann DHL zu Hause empfangen, die ins Büro kommen lassen oder zu einer Packstation. Bei Pixmania liefert UPS im schnellsten Fall gegen Aufschlag (Porto und Verpackung kosten immer etwas!) innerhalb von 48 Stunden. Und das leider auch nicht gemäß der Anweisungen in der Versandadresse.
Amazon liefert einen konstanten, bislang ziemlich reibungslosen Ablauf von Bestellung bis eventuellem Rückversand oder Reklamation – und das alles auf Deutsch. Pixmania sitzt in Frankreich und ich habe immer Befürchtungen, ich müsste mich im Fall einer Reklamation früher oder später mit einem französisch sprechendem Kundenservice auseinandersetzen. Warum sollte ich das gerade bei manchmal komplizierten Vorgängen inklusive Rücküberweisungen wollen (auch da habe ich schon Horrorgeschichten in der C't gelesen).
Es sind Kleinigkeiten, aber sie machen mir Pixmania als nicht nur günstigen sondern auch zuverlässigen und service-orientierten Verkaufspartner nicht schmackhaft. Und dann natürlich, dass man mit günstigeren Preisen im Newsletter wirbt, als man schließlich auf der Website anbietet. Dümmer geht ein Lockvogel-Angebot wohl kaum...
Audible Hörbücher - leider nicht zum hören
Dienstag, 25. November 2008 17:49 Lob & Tadel Maegz Kommentare (5)
Prepaid Kreditkarte
Sonntag, 12. Oktober 2008 23:58 Lob & Tadel Maegz Kommentare (2)
Die Payango Prepaid-Kreditkarte ist für alle empfehlenswert, die bei Kreditkarten-Zahlungen im Internet auf Nummer Sicher gehen wollen und Spaß haben, ihre Kreditkarte mit eigenen Fotos zu verzieren. Ich hab meine schon ausprobiert und bin jetzt wesentlich beruhigter, wenn meine Kreditkarten-Daten durchs Internet kreisen.
Mein MyMuesli Abenteuer
Mittwoch, 20. August 2008 12:09 Lob & Tadel Maegz Kommentare (5)
Okee, das klingt jetzt vielleicht ein bißchen nach Werbung. Ist aber keine. Zumindest keine bezahlte. Nur ein Produkt, von dem ich überzeugt bin. Vielleicht gefällts ja dem einen oder anderen da draußen auch.
Ich bin schon vor einiger Zeit im Internet über eine Seite gestolpert, die anbietet individuelle Müslis zu mischen. Man kann aus 70 Bio-Zutaten auswählen und bekommt dann seine Mischung per Post zugeschickt. Rechnet man das Ganze ohne Porto (Grundmischung 3,90 Euro für 590 Gramm + Extrazutaten) kommt mich das auch nicht teurer als meine normalen Müslis, die ich so kaufe. Der Preis relativiert sich spätestens, wenn man fünf Dosen Müsli bestellt, denn dann erhält man die sechste umsonst dazu. Dafür ist aber alles bio, kein Zucker zugesetzt und künstliche Inhaltsstoffe wie Geschmacksverstärker oder Farbstoffe glänzen ebenfalls durch Abwesenheit. Und ich kann dem ganzen auch noch (m)einen Namen geben
Ich weiß, ich bin ein Freak.
Bis jetzt macht das Ganze einen sympathischen Eindruck auf mich und heute kam auch meine mit Spannung erwartete erste Maegz-Müslimischung. Ich habe sie "Maegz Choc First" getauft, weil ich eben Schokomüsli mag. Es schmeckt erwartungsgemäß weniger süß als die "kommerziellen" Müslis. Und glaubt mir, ich hatte sie alle... Kölln, Dr. Oetker, Zwicky, noch ein paar No Name-Dinger, einfach alle. Die meisten schmecken zu süß, manche sogar zu salzig (!) und viele haben eine Liste mit künstlichen Zutaten, die länger ist als eine Retrospektive mit Fassbinder-Filmen.
Dafür hab ich aber ein paar leckere Extras eingebaut, z.B. Kokoschips und Mohnsamen. Wirklich leckere Angelenheit, denn erst dadurch, dass kein Zucker drin ist, kommt der Mohn so richtig geschmacklich zur Geltung.
Also ich kann es empfehlen und werde das nächste mal mehr bestellen. Probierts doch auch mal aus...
6, setzen!
Freitag, 27. Juni 2008 10:49 Lob & Tadel Maegz Kommentare (3)
Tja, die Consumer Bank mal wieder. Mit dem Verbraucher – also dem Kunden – haben die es ja nicht so. Obwohl es doch im Namen steht. Ich kann schon wieder nicht auf mein Sparkonto zugreifen, weil schon zum zweiten mal in acht Wochen mein Telefonzugang gesperrt ist. Beide Male weil die Kollegen bei der Bank Mist gebaut haben. Da ich so mein tolles Konto nicht nutzen kann, habe ich es letzten Freitag telefonisch gekündigt. In zwei bis drei Tage wäre mein Geld da, versprach mir die Dame am Telefon. Nur leider ist es das bis heute nicht. Also wieder angerufen und erfahren, dass die das schriftlich brauchen, und mein Zugang gesperrt wäre, weil ich umgezogen bin und sie mich schriftlich nicht erreichen können. Hätten sie mir die Info einfach geschickt, wäre die mit Nachsendeauftrag auch angekommen. Aber wer sich so dämlich anstellt (dass ihre Adressen sowieso nie stimmen, wissen wir ja), bekommt kein Geld von mir. Also muss ich mir jetzt ein neues Sparkonto suchen. Hat jemand einen Tipp? Im Moment schwanke ich zwischen Ing-Diba und der Postbank.
Frau 1 und Frau 2
Dienstag, 29. April 2008 09:24 Lob & Tadel Maegz Kommentare (8)
Kollegin 1 tippt eifrig an ihrer Tastatur TIPTIPTIP... Dann ein beherzter Tastendruck und die Mail wird abgeschickt. Dabei verzieht sie keine Miene. Augenblicke später piept am anderen Ende des Büros Outlook und Kollegin 2 fängt an zu kichern HIHIHI... Beide werfen sich verschwörerisch schmunzelnde Blicke über drei Schreibtische hinweg zu. Kollegin 2 schnalzt mit der Zunge KLACK
und tippt ihrerseits an einer Antwort TIPTIPTIP. Das gleiche Spiel rückwärts. So lustig haben es die beiden. Ab und zu (wenn sie mal wieder im Klartext lästern möchten) verschwinden sie auch schon mal für
eine halbe Stunde in die leere Kantine oder in die Büros anderer Kollegen. Da können sie sich in Ruhe austauschen. Ja, so macht das Miteinander Spaß... Damit ihr wisst, um was für liebenswerte Exemplare es sich bei meinen beiden netten Kolleginnen
handelt, stelle ich sie euch am besten kurz vor. Aber wie armselig
muss eine Existenz mit 50 Jahren sein, damit einem solche Lästereien
die einzigen kleinen Höhepunkte des Tages verschaffen? Im Grunde
genommen kann es einem nur leid tun, wenn meine beiden Grazien hier, die offensichtlich kein
eigenes Leben haben*, andere Menschen ständig kommentieren müssen, weil
sie sonst überhaupt nichts zu reden hätten. Natürlich muss man sich
nicht mit allen Kollegen gleich gut verstehen, man hat sich ja
schließlich nur den Job, nicht aber das Umfeld herausgesucht. Aber so bißchen Anstand sollte man in dem Alter eigentlich gelernt haben...
Da fällt mir Hagen Rether ein: "Ach, was reg ich mich auf...?" Nur noch acht Tage.
Frau 1
Es gibt Frauen, an denen ist ein Mann verloren gegangen. Kurzhaar-Frisuren können Frauen fabelhaft stehen, aber manche bevorzugen sie auch nur, weil sie zu fantasielos
für eine richtige Frisur sind. Das sieht dann so ein bißchen verkniffen aus und manchmal auch wie eine schlechte Perücke. Gerne trimmen sich solche Frauen auch auf superschlank, damit nicht noch
einer entdeckt, dass hinter der gestählten flachen Brust doch noch eine Frau steckt. Desaströs wird es natürlich, wenn solche Frauen bevorzugt schwarzes Leder in Verbindung mit auffälligem Goldschmuck
tragen. Das hat dann immer so einen billigen Ost-Domina-Chicque. Um zu beweisen, dass sie ihren Mann Frau stehen können, legen sie eine umso schrillere Art an den Tag. Die spröde schneidende Stimme gleicht im wahrsten Sinne des Wortes einem Reibeisen und hat ebensoviel Charme. Verbindlich
oder freundlich geht schon gar nicht, „man muss ja schließlich nicht an Herzdrücken sterben, ne?“. Im Hintergrund wird die eigene Position gesichert, indem man intrigiert und tratscht, was das Zeug hält.
Nur wer gut informiert ist, hat auch genug Pfeile in der Hand, wenn man sie dann braucht. Solche Frauen muss man sich nicht zum Feind machen, man hat sie schon zum Gegner, wenn man ihnen nur vorgestellt wird. Solche Frauen
kennen keine Freunde, sondern nur temporäre Koalitionen. Mit diesen werden sich andere zurechtgelästert, bis sie in das bornierte eigene Weltbild passen – von Toleranz oder Empathie keine Spur.
Frau 2
Kennt ihr Frauen, die ständig mit der Zunge schnalzen und mit den Finger schnippen? Diese Art Frau, die immer ein bißchen zu viel mit den überdeutlich vorhandenen Hüften wackelt? Sie lacht künstlich zu oft und zu laut und hängt gerne eine regional gefärbte „neckische“ Verkleinerungssilbe an alle Wörter an. Dann wird in niedlichem Tonfall alles mit „Sotele“ (schwäbische Variante von "So", eigentlich "Sodele") oder „Schjo“ kommentiert (=so, Kurzform für Sotele). Diese Sorte Frau, die immer so ein bißchen beschwingt tut und das dadurch unterstreicht, das sie oft völlig sinnfrei unmelodisch etwas wie „La-di-da“ vor sich hinsummt? Wenn sie läuft, bleiben ihre offenen Schuhe an den Fersen kleben und schnalzen im Rhythmus ihrer Hüften beim Gehen. An ihr ist alles ein bißchen „zu“: zu affektiert, zu aufgesetzt, zu künstlich. Sie schafft sich selbst das Publikum und den Mittelpunkt, in dem sie gerne steht. Aber sie tut beschämt bescheiden, wenn sie wirklich endlich aufgefallen ist. Sie umspielt eine penetrante „Laissez-faire“ Attitüde, die jegliche altersbedingte reife und abgeklärte Entspanntheit vermissen lässt, stattdessen aber nur ihren krankhaften Drang nach Aufmerksamkeit bloßlegt. Gerne tragen solche Landfrauen Schwarz, weil sie das für weltgewandt und Avantgarde halten (und es super den voluminösen Hintern kaschiert), als Alternative gibt es schreiend bunte Papageien-Farben, weil die wiederum die Aufmerksamkeit sichern und den pseudo-künstlerischen Touch unterstreichen. Manchmal (viel zu oft) fällt die mühsam aufgebaute Fassade und die ordinäre Dorfherkunft offenbart sich; immer dann rollt ihr ein "da schei*t der Hund drauf" oder einfach nur dreimal in einem Satz "Shice" oder "Ka**e" über die Lippen. Ja, man kann die Frau aus dem Dorf bekommen, aber nicht das Dorf aus der Frau...
* Ich will ihnen nicht unrecht tun: Kollegin 1 hat ein pathologisch gestörtes Verhältnis zu ihren Eltern, drückt sich auf den Dorfbeerdigungen in der Nähe rum (um informiert zu bleiben) und bastelt sich ihre Goldklunker selbst, während Kollegin 2 gerne ihre Wochenenden verlängert um sich auf irgendwelchen Almhütten mal wieder so richtig zulaufen zu lassen Ski zu fahren. Wie könnte man da behaupten, die beiden hätten kein spannendes eigenes Leben?
Strike
Mittwoch, 16. April 2008 12:28 Lob & Tadel Maegz Kommentare (0)
In den 80er und 90er Jahren kannte ich das eigentlich nur aus Frankreich, Italien oder Spanien – Streik. Klar wurde bei uns auch mal gestreikt, aber eigentlich hielt sich das in Grenzen und betraf meistens nur die IG Metall. Und ob ein Auto einen Tag früher oder später vom Band rollt, berührt die meisten von uns im Alltag wohl eher nicht.
Aber irgendwie wird jetzt auch in Deutschland ständig wegen allem gestreikt: Die Bahn, die Post, die niedergelassenen Ärzte, nochmal die Bahn, wieder die Post, die Ärzte der Kliniken,
schon wieder die Bahn... Ständig befindet sich irgendjemand im Arbeitsausstand. Das nimmt langsam Züge einer Bananenrepublik an. Nicht, dass ich falsch verstanden werde, ich finde das Recht zu streiken absolut sinnvoll. Aber wenn Arbeitskämpfe über Monate immer wieder Bereiche des öffentlichen Lebens lähmen, wird das scharfe Schwert des Streiks durch die inflationäre Häufigkeit stumpf, der Effekt nutzt
sich ab und die Wirkung verpufft.
Mit wievielen betroffenen Gruppen soll sich denn die Öffentlichkeit noch solidarisieren? Mit einem Teil der Lokführer. Mit einem anderen Teil der Lokführer.
Mit den privaten Postboten. Mit den Postboten der ehemaligen Staatspost. Mit den Klinikärzten. Mit den niedergelassenen Ärzten. So viel Sympathie man den Einzelnen entgegenbringt, aber irgendwann ist da eben auch
mal Schluss. Wir haben schließlich noch ein eigenes Leben.
Jetzt ist wieder mal ein "Warnstreik" in den Paketverteilzentren der Post. Obwohl die Verhandlungsgespräche bislang völlig normal geführt wurden, wird jetzt schon wieder zwei Tage hintereinander gestreikt. Versteht das jemand? Ich nicht. Wer soll da gewarnt werden? Die Arbeitgeberseite vor weiteren Verhandlungen? Die Verhandlungsposition von Verdi soll damit angeblich gestärkt werden. Mir scheint sie die Seite der Gewerkschaft eher zu schwächen, da sie sich als unzuverlässiger Ansprechpartner darstellt. Für mich als Postkunden, der auf Pakete wartet gibt es jetzt zwei Alternativen zur Post: Ich wähle in Zukunft einen anderen Logistik-Dienstleister oder ich kaufe meine Waren statt im Internet wieder im lokalen Einzelhandel. Keine dieser Möglichkeiten sichert die Arbeitsplätze derjenigen, die gerade für den Erhalt ihrer Stellen nur mal eben so "warn"streiken. Vielleicht sollten sich die Gewerkschaftsfunktionäre mal überlegen, ob solche Schüsse vor den Bug während laufender Verhandlungen wirklich sinnvolle Mittel sind, die eigenen Interessen durchzusetzen.
Noch einmal, ich bin absolut für das Recht auf Streik. Aber nachdem im letzten Jahr jede Woche ein anderer Arzt, Lokführer oder Postler streikt ist jetzt auch mal wieder gut. Die Quantität der Arbeitsniederlegungen lässt das Arbeiten zwischendurch geradezu als ungewöhnliche Pause erscheinen. Vielleicht sollte man statt dem Feiertag der Arbeit am 1. Mai lieber einen Tag dranhängen, um die liegengebliebene Arbeit aufzuholen.
Auch wenn das jetzt alles sehr schwarz klingt, ist es das nicht. Ich hab nur langsam den Kanal voll von Bahnstaus in der Hauptverkehrszeit und Briefen und Paketen, die ewig nicht ankommen.
Auf Kommando
Donnerstag, 14. Februar 2008 12:19 Lob & Tadel Maegz Kommentare (2)
Hopp hopp, jetzt aber mal romantisch! Aber ein bißchen zackig, wenn ich bitten darf! Jedes Jahr das gleiche Theater: Überall rennen verzweifelte Männer kopflos durch die Gegend auf der Suche nach einer scheinbar zwingend benötigten Aufmerksamkeit zum Valentinstag. Ein bißchen mutet der 14. Februar an wie der alljährliche Groundhog Day in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Gefangen in einer Endlosschleife aus Blumen, Parfum, Pralinen und Dessous versuchen sich Männer das Wohlwollen ihrer Angetrauten zu sichern (zynische Geister titulieren die Blumen auch als "Drachenfutter", mit dem der "Drache" zu Hause besänftigt werden soll…).
Aber wozu das Ganze? Ist kalendarische Romantik und eine durch Blumenhändler erzwungene florale Zuneigungsbekundung wirklich "was Frauen wollen"? Im gleichnamigen Film hat kein einziger weiblicher Gedanke damit zu tun, unaufrichtige Komplimente auf Knopfdruck hören zu wollen. Valentinstag ist so spontan wie ein Fahrplan. Nett und verliebt sein kann man doch auch spontan, das ganze Jahr über. Freilich, manche Frauen könnten sich wohl nie der Aufmerksamkeit ihrer Gatten gewiss sein, wenn es diesen kommerzialisierten Brauchtum nicht gäbe. Aber das kann ja schlechterdings den erstrebenswerte Idealzustand darstellen. Nein, ich sage: Befreit euch von den Fesseln aufgezwungener Romantik und steht zu euren Gefühlen! Wie ein Pfadfinder, allzeit bereit! Macht ehrliche Komplimente und ehrliche Geschenke, wann immer sie euch einfallen. Und wenn das am 9. Februar oder 23. August ist, who cares?
Abgesehen davon gibt es noch genug andere Gründe, warum man von oktroyierten Blumenkäufen absehen sollte. Einer davon ist, dass der ganze Plunder nächste Woche nur noch die Hälfte kostet. Bin ich froh, dass meine so unkompliziert und entspannt ist und das genauso sieht wie ich... Puh!


Your Senf