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Deutschland ist schwanger

Montag, 29. Juni 2009 22:50 Alltägliches Maegz Kommentare (5)

Was ist eigentlich mit den deutschen Geschmacksnerven los? Ich bin ja wirklich offen für neue lukullische Erfahrungen. Aber gerade bei Schokolade wagen die Hersteller immer abenteuerlichere Kreationen: Orange-Thymian? Waldfrucht-Rosmarin? Ich finde ja schon, dass diese Chili-Salz-Pfeffer-Zartbitter-Geschichten nicht wirklich sein müssen, aber jetzt gehts echt zu weit. Warum nur verkauft man das als Innovation für den Gaumen, wenn einem Chocolatier das Gewürzregal beim Conchieren in die Schokolade gefallen ist? Zitrone-Lavendel? Das ist Schokolade und kein Duftkissen für den Wäscheschrank. Und Thymian gehört an Fleisch und nicht in die Süßspeise, meiner Meinung nach.

Und auf der Pizza geht es gleich weiter. Da gehört meiner Meinung Salami drauf; Schinken, Pilze, Pepperoni, Käse und meinetwegen Rauke (Rucola). Aber was soll der in Portwein marinierten Johannisbeer-Melone Mix auf auf dem Teig? Das ist doch krank. Irgendwie hat man bei dieser ganzen “wir hauen alles durcheinander”-Manie das Gefühl alle sind schwanger und essen deshalb diesen ganzen ekligen Kram. Oder steht da irgendjemand wirklich ganz ehrlich drauf? Bitte um Rückmeldung.

Tags für diesen Artikel: durcheinander, eklig, Essen, Gewürze, Kräuter, Pizza, Schokolade, schwanger

Countdown to Verpeilung

Mittwoch, 7. Mai 2008 21:52 Unterwegs Maegz Kommentare (4)

So langsam neigt sich unsere Zeit in der Schwabenmetropole dem Ende entgegen. Noch zwei Tage zwischen leeren Möbeln und wir ziehen wieder zurück. Zurück in die Zukunft. Eine Zukunft mit alter Stadt, Leezas altem Weg zur Arbeit, neuer Wohnung für uns und neuem Job für mich. Noch längst haben wir nicht alles abgearbeitet, was wir hier so alles erleben wollten. Pop Art-Ausstellung in der Staatsgalerie, noch mal Wilhelma, Planetarium... Ich heute so zu meiner Herzdame "Wir könnten heute Abend in die Stadt, eine Kleinigkeit essen, danach ins Planetarium oder ins Kino?" Sie so "Prima Idee" Wir dann erst mal so rumgetrödelt und den Anfang der Planetariumsvorführung verpasst. Dann entschieden eine Kleinigkeit beim Straßenverkauf vom Pizza Hut zu holen und zum Kino zu schlendern. Im Kino erfahren, dass der gewünschte Film nicht kommt. Als Trost ein Nutella-Crepes gegessen. Zurück in Richtung Kino und überlegt, einen anderen Film zu schauen. Auch den Anfang dieses Films vertrödelt und stattdessen ein Yufka gegessen. Zurück zum Auto und auf dem Rückweg über den Häagen Dasz-Laden über den Marienplatz verfahren. War trotzdem ein schöner Abend.
Tags für diesen Artikel: Abendplanung, essen, Kino, Stuttgart, Umzug

Supermercado

Donnerstag, 15. Februar 2007 09:09 Alltägliches Maegz Kommentare (9)

"Touristen gehen nicht in Supermärkte; Einheimische tun das."

Der Protagonist in Tommy Jauds Roman "Resturlaub" (wieder großartig gelesen von Christoph Maria Herbst) wandert nach Argentinien aus und geht als erstes in einen Supermarkt, um sich in Buenos Aires* "heimisch" zu fühlen.

Wenn ich im Ausland bin, ist dies ebenfalls fast das erste, was ich tue. Man kann ein Land oder eine Kultur ziemlich gut kennenlernen, wenn man weiß, wie und wo die Leute einkaufen. Ein durchschnittlicher Supermarkt hat fast alle Dinge, die wir für unser tägliches Leben benötigen: Lebensmittel, Zeitschriften und Bücher, Drogerieartikel und teilweise auch Nonfood-Waren wie Elektrogeräte und Kleidung. Nirgendwo ist man näher am Alltag der (noch) fremden Zivilisation, es sei denn, man besuchte die Menschen zu Hause. Supermärkte eröffnen einem mit ihrem Warenangebot einen Zugang zu den (meist kulinarischen) Eigenheiten eines Landes: Die üppigen Käsetheken in Frankreich, die reiche Brotauswahl in Deutschland, fertig eingedoste Baked beans in Großbritannien. Schon öfter habe ich meine Lust auf "Exotisches" mit einem Besuch im nicht allzu weit entfernten Strasbourg gestillt. Meistens reagieren die Kassiererinnen irritiert bis belustigt, wenn der deutsche Glatzkopf mit einem prallvoll gefüllten Einkaufswagen anrückt und nicht selten habe ich sogar soviel Umsatz generiert, dass ich einen Einkaufsgutschein für meinen nächsten Besuch aufgedrängt bekam. Dafür gibts für mich Orangina und Perrier Citron in allen Flaschenformen und Varianten, leckere Joghurts, Mousse und Desserts die dem deutschen Markt vorenthalten werden und authentische französische Käse-, Fisch- und Fleischspezialitäten.

Ganz besonders Spaß macht dieses Stöbern und Einkaufen in fremden Supermärkten natürlich, je weiter man sich von Deutschland entfernt. Eine Zeit lang hatte ich die Gelegenheit, ausgiebig in süd- bis nordamerikanischen Supermärkten zu stöbern. Die Mexikaner zum Beispiel haben ein besonderes Faible für Süßwaren, vor allem süßes Gebäck. Dieses gibt es in allen Variationen, Formen, reichhaltig verziert, mit Schoko- oder Zuckerglasuren. Nebenbei bemerkt schmecken die mexikanischen Backwaren auch besser, als die US-amerikanschen, die zwar noch farbenfroher aussehen, dafür aber fast ungenießbar sind. In Bogota, Rio de Janeiro und Sao Paulo habe ich vor allem nach Gewürzen gesucht, denn die Südamerikaner stehen ja nicht gerade im Ruf fade zu würzen. Außerdem habe ich bei jedem Besuch neue Obstsorten entdeckt, die erst jetzt so langsam mit Namen bei uns bekannt werden. Und Limonen – ob jetzt für Caipirinha oder Limonaden – sind dort unten ohnehin wesentlich günstiger, reifer und daher wohlschmeckender als in unseren Breiten.

Und dann habe ich auch noch diesen Tick, dass ich gerne Supermärkte fotografiere. In fremden Ländern gibt es zumeist auch noch diese schrankhohen Kühlregale, die bei uns fast ausgestorben sind. Lediglich in unseren Milch- und Käse-Abteilungen fristen diese Kühlriesen ein kümmerliches Dasein, während im nicht deutschsprachigen Ausland ganze Gänge aus diesen mannshohen Kühlregalen bestehen. Ich weiß, dass das Stromverschwendung ist, aber so ein bißchen gibt mir das einen 80er-Flashback, als die Welt noch einigermaßen in Ordnung war und Supermärkte etwas heimeliges hatten, weil es so viele verschiedene und leckere Sachen zu bestaunen gab. Diesen Zauber finde ich heute fast nur noch in Supermärkten im Ausland.

*PS: Ach ja, in Buenos Aires habe ich natürlich auch eingekauft. Dulce de leche kann ich nur sowas von empfehlen. Diese karamelisierte Milchcreme isst der Argentinier aufs Frühstücksbrot wie wir Nutella.
Tags für diesen Artikel: Ausland, Einkaufen, essen, Kühlregal, Reise, Supermarkt

Vom Wochenende und vom Kochen

Dienstag, 30. Januar 2007 09:10 Alltägliches Maegz Kommentare (2)

Das Wochenende (auch wenn es schon zwei Tage her ist) war fein. Am Samstag Abend waren wir bei einer Kollegin von L. zum Spielen verabredet. Dabei hat sich endlich auch mal ausgezahlt, dass ich vor einigen Monaten sehr viele Scheine für Buzz auf den Tisch geblättert habe. Denn dieses Spiel macht einfach nur in einer größeren Runde Spaß. Buzzen und Musik-Fragen beantworten ist dann eine lustische Sache, aka Gruppendynamik und so. Guitar Hero hatten wir auch dabei, was vor allem uns Männchen begeisterte (weg mir der Luftgitarre, her mit Gitarren-Controller für die Playstation 2!). Scene It – was im Übrigen auch sehr unterhaltsam ist – ging da schon fast unter. Von den ganzen Konsolen finde ich ja die Playstation 2 immer noch am gelungensten, weil sie mittlerweile wohl das größte Spieleangebot und das beste Preis-Leistungsverhältnis hat. Rechnet man dann noch die ganzen andersartigen Gamecontroller dazu (Buzzer, Guitar-Hero, Eye-Toy, etc.) dann wirkt die WII schon gar nicht mehr ach so neu und innovativ. Muss ich mir schon deshalb einreden, weil ich sonst nach den ganzen positiven Berichten von Anke Gröner auch gleich eine haben will, mein Konto diese Anschaffung aber nicht ganz so eilig hat, wie ich.

Sonntag Nachmittabend überkam uns dann der Heißhunger auf Crépes. So ein Crépeteig ist ja jetzt prinzipiell nichts Schwieriges. Aufwändiger ist da schon, den Teig auch möglichst schön flach und gleichmäßig verteilt zu bekommen. Dafür haben findige Herren meinen Crépesmaker erfunden, aber dieses Prinzip "Heizplatte umgekehrt in Teig tauchen" macht feine Minicrépes, aber die reichen gerade mal als Füllung für den hohlen Zahn und bis man den Teig ganz aufgebraucht hat, sind die ersten schon wieder eiskalt. Um die Anschaffung eines richtigen Crépes-Eisens und eines Rechens kommen wir wohl damit nicht mehr herum. Vielleicht bekommen wir dann auch etwas die flüssige-Teig-Sauerei in den Griff.

Und damit wären wir auch schon beim Kochen. Mir hat niemand dieses Stöckchen zugeworfen, weil ich in Klein-Bloggersdorf etwas abseits der A-Blogger-Liga vor mich hin schreibe. Aber da meine Herzdame vor allem auch wissen wollte, was ich zu den Fragen denke (vor allem Frage 13...), ist hier mein Koch-Fragebogen. Da ich nicht weiß, wer so alles mein Blog liest und das Stöckchen aufgreift, bedient sich einfach wer mag. Wobei mich schon interessieren würde, was z.B. Fräulein Webloft und der Herr Monovinyl oder die Schoggiqueen dazu zu sagen haben...

1) Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?
Ja, ich kann kochen und mache es auch gerne.

2) Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?
Die Herzdame und ich essen meistens Abends gemeinsam. Außer, wenn Sie arbeiten muss. Oder ich. Oder beide. Oder wir keinen Hunger/Appetit haben. Letzteres ist allerdings so gut wie nie der Fall. Ansonsten hat gerade meine Mutter gerne die Tafel mit Essen beladen und die Familie im weitere Sinne darum versammelt. Gemeinsam mümmelt es sich eben gemütlicher.

3) Was isst Du zum Frühstück?
Da bin ich recht einfach gestrickt: Wenn ich arbeiten muss gibts Frühstücksflocken (Chocos, Toppas, Froot Loops, etc.) oder Schoko-Müsli mit Milch. Wenn ich frei habe, darfs gerne auch mal ausgiebiger z.B. in einem Café sein (Hotelfrühstück rules!).

4) Wann, wo und wie esst ihr in der Woche?
Frühstück gibts werktäglich um 6. Mittags um 12 gibts Reste vom Vortag oder irgendwas vom Bäcker. Dazwischen Joghurt oder (zuviel) ungesunden Naschkram. Abends wird dann meistens "richtig" gekocht. Am Wochenende verteilen sich die Mahlzeiten spontan.

5) Wie oft geht Ihr ins Restaurant?
Gemäßigt. Ein bis zwei mal im Monat? Allerdings kann es schon mal vorkommen, dass wöchentlich irgendeine Pizza oder amerikanisches Fastfood in Form von Cheeseburgern und Sub-Sandwiches dazwischen kommt. Aber das zählt ja nicht als "Restaurant".

6) Wie oft bestellt Ihr Euch was?
Selten. Eher zum mitnehmen und abholen. Ist praktischer, kostet weniger, man kann gemütlich zu Hause essen und hier ist ohnehin ziemlich viel in der Nähe.

7) Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?
Och, na ja... Vielleicht einmal wöchentlich auswärts? Irgendwie ist Homecooking ja aber doch auch gemütlicher, isn't it?

8 ) Gibt es bei Euch so was wie „Standardgerichte”, die regelmäßig auf den Tisch kommen?
Gurkensalat, Pasta Bolognese, Lasagne, Fischstäbchen mit Erbsenreis und Dillsauce, Schlemmerfilet á la Bordelaise, Kartoffelbrei, indisches und chinesisches Rezept von L.

9) Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?
Ja, mein Chili (aus Versehen). Kommt davon, wenn man Rezepte nicht runterrechnet.

10) Kochst du jeden Tag?

Im Großen und Ganzen ja. Es sei denn wir speisen auswärts, oder Onkel Sub hat gekocht.

11) Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?
Nein. Wer gute Kochblogs kennt, darf sie mir gerne in den Kommentaren empfehlen.

12) Wer kocht bei Euch häufiger?
Ich 50%, L. 35%, den Rest machen die Köche der Gastronomie draußen.

13) Und wer kann besser kochen?

Mir schmecken die Essen von L. meistens besser, weil ich mein Zeug (Standardrezepte, die Art zu würzen und abzuschmecken) schon alles kenne.

14) Gibt es schon mal Streit ums Essen?
Es bedurfte langer und mühsamer Überzeugungsarbeit, damit L. mir glaubt, dass mir ihr Essen wirklich schmeckt. Aber streiten eigentlich nicht, dazu beschäftigen wir uns viel zu gerne mit dem Essen selbst.

15) Kochst du heute völlig anders als Deine Mutter/Deine Eltern?
Nein, eigentlich nicht. Nur die allzu gesunden Rezepte lass ich elegant weg. Aber ansonsten klaue ich Rezepte und Zubereitungsarten, weil das bei ihr seit Jahrzehnten funktioniert und lecker schmeckt. Wozu da noch den Salat anbrennen lassen?

16) Wenn ja, isst Du trotzdem gerne bei Deinen Eltern?
Ja aber immer doch!

17) Bist Du Vegetarier oder könntest Du Dir vorstellen vegetarisch zu leben?
Ich bin kein Vegetarier und liebe die Riesenburger von Mandy's Diner in Heidelberg. Zu Hause gibts aber eher wenig Fleisch/Wurst. Lieber selten, dafür richtig gutes Fleisch dann auswärts.

18) Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?
Was Klassisches wie Rouladen oder richig gutes Gulasch mit Klößen und Rotkraut. Aber das wird schon noch eines Tages.

19) Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?
Früher habe ich lieber gebacken. Aber der Appetit kommt mit dem Essen: Seit ich öfter koche macht es mir auch deutlich mehr Spaß. Von Zeit zu Zeit mache ich aber schon noch "meine" Sachertorte (Original, kein so'n billiger Schoko-Abklatsch!), Mozartkugeln und Chocolat-Swirl-Cheesecake.

20) Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?
Da gibts sogar mehrere. Eigentlich immer wenn ich etwas ausprobiere, was in meiner Vorstellung noch ziemlich lecker war. Erst vorgestern hat sich rausgestellt, dasss ich mich als Koch-Novize doch lieber erst mal noch an Rezepte halte. Die Bosna-Sauce (aus Zwiebeln, Brühe, Senf und Curry mit Corned Beef) war nämlich ungenießbar. Hat sogar Onkel Klo gesagt.

21) Was essen Deine Kinder am liebsten?
Da ich noch keine habe, kann ich nur vermuten. Wenn sie nach mir kommen, mögen sie bestimmt Schokolade, Pommes, überbackene Toasts und Schokopudding. Außerdem lieben sie Lasagne.

22) Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?
Auch da diene ich als Vorbild: Keine Rosinen, kein Zitronat/Orangeat, kein Balsamico, kein zerkochtes Gemüse (wenn Gott gewollt hätte, dass Gemüse warm und weich ist, würde es so aus dem Boden wachsen!).

23) Was magst Du überhaupt nicht?
Innereien, das japanische Zeug an den Sushis das nach verbrannten Autoreifen schmeckt, Meeresfrüchte für Fortgeschrittene, Rosinen, Alkohol.
Tags für diesen Artikel: essen, kochen, spielen
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Blogrocker Maegz


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