Ja, ich schaue gerne Frauenfilme romantische Komödien. Es gibt nichts besseres, um das Hirn abzuschalten und frohgestimmt, das Kino zu verlassen. Leider teilt meine Herzdame diese Leidenschaft nur bedingt und so kam es,
dass ich gestern alleine in „Vielleicht, vielleicht auch nicht“ gehen musste.
Der Film beginnt mit Hauptdarsteller Will, der im Büro die Scheidungspapiere vom Rechtsanwalt seiner Frau bekommt. Als er anschließend seine 10-jährige Tochter
Maya von dem „Geschlechtskundeunterricht“ aus der Schule abholt (woraus einige nette Gags entstehen), möchte diese alles über ihre Mutter und das frühere Liebesleben ihres Vaters erfahren. In Rückblenden
erzält der Film dann, wie Will seiner Tochter über seine drei Liebesbeziehungen berichtet („Papa, wie nennt man eigentlich eine männliche Schlampe?“). Dabei verändert er allerdings die Namen, so dass
Maya herausfinden muss, welche davon ihre Mutter ist. Im Lauf der Geschichte begreift die Kleine auch, was Will meint, wenn er wieder einmal seufzt, dass das sehr kompliziert zu erklären sei.
Hinter dem Film stecken die Macher von „Tatsächlich Liebe“ (den ich ja überaus charmant finde) und Bridget Jones. Der Film zeigt auch die manchmal (katastrophal)
realistischen Seiten der Liebe und versteht das mit einem amüsanten Augenzwinkern zu vermitteln. Kevin Kline hat eine Nebenrolle und der Rest des Ensembles wirkt ebenfalls sehr spielfreudig.
Insgesamt erinnert mich der Film an „Singles - gemeinsam einsam“, denn er bedient sich alternativer Erzählstrukturen und hebt sich damit wohltuend von allzu durchschaubaren
Filmen dieser Gattung ab. Eine Empfehlung für Freunde des Genres. 7/10 Punkte.
Your Senf